Mastertitel für Richard Volding


 

Im Herbst 2013 war Richard Voldings mit seiner Masterarbeit fertig. Eine Monate lange wissenschaftliche Arbeit in Sachen Golf war abgeschlossen und er konnte seine Arbeit dem Prüfungsausschuss übergeben.
Am 15. Februar 2014 war dann die Arbeit von Erfolg gekront: In München erhielt er den Titel eines Masterprofessional verliehen.

 

Hier die ersten Seiten der Masterarbeit ...

 

Golflehre zwischen pragmatischer
und systematischer Denkweise


"Die geschichtliche philosophische (Metaphysik) Entwicklung und die Auswirkungen des Pragmatismus/ Empirismus und Rationalismus auf den Golf-Unterricht im 20. Jahrhundert."

Eine philosophische Odyssee von Nachdenken zum Eigenen Denken in der Sportart des Golfs.

 

Vorwort:

„Ein Mensch, der keine Philosophie in sich trägt, ist der am wenigsten verheißungsvolle und nutzloseste Mensch, den man sich denken kann.“ (James: Pragmatismus Radikaler Empirismus, 2006, S. 207).

 

Während der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es beim Thema Golf-Unterricht ohne Zweifel viele Lehrmethoden, Systeme und Philosophien. Man muss allerdings zugeben, dass die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten, den Golfschülern diese Sportart beizubringen, durchaus beeindruckende Erfolge verbuchen konnten, unabhängig von den angewendeten Methoden oder Systemen. Die Beispiele reichen von einer vereinfachten und pragmatischen Methode (basierend auf Konsequenzen und Erfahrung) bis hin zu den komplexen und systematischen Golflehrmethoden im späten 20. Jahrhundert. Beide Wege sind erfolgreich und für diese philosophische Abhandlung gewiss sehr wichtig. Der Grund, warum es diese große diversifizierte Vielfalt an Information für Golflehrer und Golfschüler gibt, liegt meiner Meinung nach daran, dass das Thema bisher noch nicht philosophisch untersucht wurde. Es wurde in der Vergangenheit vermutet, dass viele Golflehrer eine zunehmend subjektive Lehrmethodik verwendet haben, basierend auf eigener Erfahrung und eigenem Wissen, ergänzt durch Anekdoten und einem individuellen Lehransatz. Eine weitere Vermutung ist, dass Golflehrer keine wissenschaftlichen Systeme oder Strukturen aufgebaut haben, bzw. keinen Zugang zu modernen Technologien haben, was zu einer Vermehrung der Methoden führt. Ich lehne beide Vermutungen ab. Schließlich gibt es die Meinung, dass die vielen sogenannten Lehrbücher - welche viele der weltbesten Golfspieler (und Vorbilder) geschrieben haben - zu einem weiteren Durcheinander bei den Lehrmethoden geführt hat. Dem stimme ich zu. Sollten Golf-Profis eine übereinstimmende Wissensgrundlage verwenden, wenn sie sich austauschen? Sollten wir ein System oder einen Standard festlegen, der die Bedürfnisse aller Golfschüler abdeckt, oder ganz allgemein nur den Bedürfnissen einer Person dienen? Vertraue ich als Golfschüler einem System, einer Person oder einem Vorbild, wenn ich Golf lernen will? Gibt es einen philosophischen Grund warum die Anzahl der Golflehrmethoden und Ansätze kontinuierlich zunimmt?

Um das Rätsel zu lösen, müssen wir analysieren wie die unterschiedlichen Methoden, Theorien und Modelle für den Golfunterricht entstanden sind. Ideen entstehen nicht in einem Vakuum, sondern sind das Ergebnis der Philosophien, die im Laufe der Geschichte entstanden sind. Pragmatisch oder rational, empirisch oder idealistisch, systematisch oder subjektiv - alle haben ihre Wurzeln in früheren philosophischen Abhandlungen. In dieser Arbeit geht es um das Verständnis der - wie ich sie nenne - philosophischen Denkweise, welche Golflehrer für die vielen Golflehrmethoden verwenden und einsetzen.

Es ist kein Zufall, dass wir so unterschiedliche Methoden verwenden, um den Golfschwung zu verstehen und zu erklären. Es gibt viele latente und versteckte philosophische Prinzipien in unserer Vorstellung von dem was Golfunterricht genau ist - und wie wir ihn definieren.

 

Ich möchte mich beim Deutschen Archiv für Golf in Köln für ihre Hilfe bei dieser Arbeit bedanken. Außerdem danke ich Herrn Prof. Dr. Quanze für seine Hilfe zum Thema der Geschichte der Golf-Lehrmethodik in Deutschland.

>>> Die komplette Masterarbeit als pdf-Datei

 

Komplette Masterarbeit
als pdf-Download

 

 

 

 

Bayer ProAM im Juni 2010 im GC Leverkusen

Wie auch in den vergangenen Jahren lud Richard Volding zu zum Bayer-ProAM-Turnier in den Golfclub Leverkusen ein. In diesem Jahr trafen sich Golflehrer zum Spiel mit "Amateuren" am 20. Juni. Brutto-Sieger bei den Amateuren war wieder Peter Ganser Junior.

 

Auf dieser Seite ein paar Bild-Impressionen von dem Turnier.

Simon Brown

Simon Brown, der Sieger bei den
Professionals.

 

Siegerehrung

Richard Volding bei der Siegerehrung.

 

 

 V. Chaudhari

V. Vinayak Chaudhari vom Golfclub Leverkusen
siegte bei den Amateuren im Netto.

 

Loch 19

Nach dem Turnier: An Loch 19 traf man sich
bei kühlen Getränken und einem üppigen
Büffet.

 

Bayer ProAM im Juli 2012 in Leverkusen

Wie auch in den vergangenen Jahren luden Richard Volding und Bayer Leverkusen zum Bayer-ProAM-Turnier in den Golfclub Leverkusen ein. In diesem Jahr trafen sich Golflehrer zum Spiel mit "Amateuren" am 19. Juli.

Trotz heftigem Dauerregen war der Platz bestens bespielt - die guten Ergebnisse bei Profis und Amateuren waren das Dankeschön an die Greenkeeper. Der Tag endete mit einem perfekten Abendessen und einer tollen Siegerehrung

Brutto-Sieger bei den Amateuren wurde Mandy Illingworth aus Lüdenscheid, bei den PGA-Teachers siegte Simon Brown mit einer 69er Runden. Richard Volding kam mit einer 73 ins Clubhaus - das war der zweite Platz.

Auf dieser Seite Bild-Impressionen vom Turnier.

 

 

 

PGA-Arbeitstagung in Bad Neuenahr

Richard Volding:
Die Golflehre zwischen Pragmatismus
und Systemdenken – eine philosophische Odyssee

Seit Jahren ist die PGA-Arbeitstagung ein Highlight im Eventkalender der PGA of Germany. Internationale Top-Referenten sowie Sportler und Trainer aus unterschiedlichen Fachbereichen berichten über aktuelle Entwicklungen sowie neue Unterrichtsmethoden und geben damit wertvolle Impulse für die tägliche Arbeit der Golfprofessionals. Zudem eignet sich die Veranstaltung, um Kollegen wiederzutreffen, sich mit diesen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist ebenso Bestandteil der Veranstaltung wie der PGA-Gala-Abend, an dem neue und verdiente Mitglieder geehrt werden.
Die Arbeitstagung ist somit Fachkongress und gelebte Verbandskultur in einem. Einer der Höhepunkte war der Vortrag von Richard Volding, der seine Masterarbeit thematisierte.

Richard Volding, Master Professional der PGA of Germany und Bachelor of Liberal Arts, ist in seiner Masterarbeit der Frage nachgegangen, warum es heute eine so große und diversifizierte Vielfalt an Unterrichtmethoden und damit an unterschiedlichen Informationen für Golflehrer und Golfschüler gibt. Die während der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts benutzen Philosophien reichen von einer vereinfachten, pragmatischen Methode (basierend auf Konsequenzen und Erfahrung) bis hin zu den komplexen, systematischen Golflehrmethoden − beide Wege sind erfolgreich. Was bedeutet das für die Golflehre und die Arbeit der Golflehrer? Sind Golfprofessionals verurteilt, auf der Suche nach dem perfekten Schwung, immer neue Ideen und Systeme zu verbreiten?

Download des Vortrags >>>

 

Fotos: PGA-Deutschland

 

 

 

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